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Diese Website dient als Erstinformation und veranschaulicht in einer vorläufigen Präsentationsfassung mögliche Grundzüge des geplanten digitalen Angebots.
Die inhaltliche und mehrsprachige Vertiefung, barrierefreie Aufbereitung und digitale Erweiterung sollen im Rahmen des beabsichtigten Projekts erfolgen.

Nach dem 2. Weltkrieg entschloss man sich, die seit 1742 gemeinsam mit der Kirche bestehende Kalvarienberganlage am Kreuzbergl in Klagenfurt zu einer Landesgedächtnisstätte für die Opfer beider Weltkriege umzuwandeln, diese wurde 1959 eingeweiht. Architekt war Rudolf Nitsch, als Künstler wurde der akademische Maler Karl Bauer nominiert, der die Aufgabe übernahm, die Kreuzwegstationen symbolisch mit den Gräueln des Krieges mahnend zu verbinden. Ausgangspunkt war ein Personenkomitee um den Priester Dr. Rudolf Büml, den Kaufmann Urban Schmid und den wAR Josef Jaritz. Jede Station hat neben der klassischen christlichen Bedeutung auch eine Widmung hin zu Opfern der Kriege und wurde von einer korrespondierenden Gruppe gestiftet. Am Fuß der Anlage beginnen die Stationen mit den 4 Evangelisten. Vor den eigentlichen Stationen wurden zwei Stationen Ölberg eingefügt und der Kreuzweg endet in der Gedächtniskapelle mit einer Auferstehung.

Kreuzwegstationen

Der Kreuzweg stellt in den vierzehn klassischen Stationen den Leidensweg Christi dar, von der Verurteilung bis zur Grablegung, und lädt zur betrachtenden Auseinandersetzung mit Leid, Schuld, Gewalt und menschlicher Verantwortung ein. Sie finden die Aussage der Station, die Widmung im Gedenken an die Opfer beider Weltkriege und eine Zuordnung zu Stiftern.

Evangelisten

An der Außenseite der untersten 4 Stationen wurden die 4 Evangelisten in ihrer Symbolik, Stier, Adler, Löwe und Mensch dargestellt. Diese Zuordnung geht auf Visionen im Buch Ezechiel (Ez 1) und in der Offenbarung des Johannes (Offb 4) zurück und wurde seit der Spätantike fest in Theologie und Kunst verankert. 

Ölberg

Zwei nicht zu den traditionellen Kreuzwegstationen gehörende Motive wurden mit Ölberg I und Ölberg II benannt. Sie ergänzen die üblichen 14 Kapellen auf 16 Bildstöcke, die architektonisch für die Bildung eines lateinischen Kreuzes, als Form der Gesamtanlage erforderlich sind. 

Gedächstniskapelle

Die Gedächtniskapelle ist ein von Architekt Rudolf Nitsch ausgeführter Raum, der als zentralen Punkt ein Mosaik von Karl Bauer mit dem auferstehenden Chhristus als Altarbild aufweist. Beiderseist an den Wänden sind die Gründertafeln angebracht. 

Gründertafeln

Die Gründertafeln sind zwei Marmortafeln, die in der Gedächtniskapelle links und rechts an den Seitenwänden angebracht sind und einerseits die „Stifter der Stationskapellen“ anführen und andererseits Namen der Ausführenden und Daten der Chronik beinhalten.

Projekt

Der Verein der Freunde der Landesgedächtnisstätte am Kreuzbergl in Klagenfurt beabsichtigt, die Landesgedächtnisstätte als historisch, künstlerisch und erinnerungskulturell bedeutenden Ort künftig stärker sichtbar und verständlich zu machen. Ziel ist es, die Ideen-, Bau- und Nutzungsgeschichte des Kreuzbergls in einer wissenschaftlich fundierten, zeitgemäßen und mehrsprachigen Form aufzubereiten und dadurch einen vertieften Zugang zur Bedeutung des Ortes zu ermöglichen. Durch klar strukturierte Information, digitale und barrierearme Vermittlungsangebote sowie eine verbesserte Orientierung soll die Landesgedächtnisstätte als offener Erinnerungs-, Bildungs- und Lernort erfahrbar werden. Auf diese Weise möchte der Verein dazu beitragen, das kulturhistorische Gewicht des Kreuzbergls nachhaltig zu vermitteln und seine Potenziale für Wissensvermittlung, Bildung und eine sensible Form des Kultur- und Erinnerungstourismus verantwortungsvoll zu entfalten.